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Manon
Wertenbroek
Exhibition view, from left to right: Anne Marie von Matt, Judith Keller and Manon Wertenbroek — © Manon Wertenbroek
Exhibition view, from left to right: Anne Marie von Matt, Judith Keller and Manon Wertenbroek
Portrait left, wet hair, 2018, lambda print on metallic paper, framed, 71 x 50x 3cm — © Manon Wertenbroek
Portrait left, wet hair, 2018, lambda print on metallic paper, framed, 71 x 50x 3cm
Zipper H80, 2020, zipper embedded into wall, 80x1,5cm — © Manon Wertenbroek
Zipper H80, 2020, zipper embedded into wall, 80x1,5cm
Exhibition view, form left to right: Quinn Latimer, Anne Marie von Matt and Manon Wertenbroek — © Manon Wertenbroek
Exhibition view, form left to right: Quinn Latimer, Anne Marie von Matt and Manon Wertenbroek
Untitled, 2020, latex, fabric, cable clamps, chains, 152x49cm — © Manon Wertenbroek
Untitled, 2020, latex, fabric, cable clamps, chains, 152x49cm

Annemarie von Matt, Nidwaldner Museum

Annemarie von Matt – widers­teh­lich
mit Beiträgen von Mathis Altmann, Sophie Jung, Judith Keller, Simone Lappert, Quinn Latimer, Céline Manz, Sam Porritt, Manon Wertenbroek
07.03.2020 – 20.08.20
Curated by Patrizia Keller and Claire Hoffmann
Photo cre­dit: Christian Hartmann

Mit ihrem künst­le­risch-lite­ra­ri­schen Werk sprengte Annemarie von Matt zu ihren Lebzeiten die Grenzen der Konvention. Nach ers­ten ges­tal­te­ri­schen Arbeiten in Form von Ölmalerei, Techniken der Volkskunst und reli­giös-länd­li­chen nai­ven Bildwelten, tre­ten Malerei und Grafik in ihrem Schaffen in den Hintergrund.
Objektkunst und Zeichnung rücken ins Zentrum und glei­ch­zei­tig setzt ihr lite­ra­risches Schaffen ein. Stets wird dabei ihr Interesse für das Fragmentarische in der Kunst wie in der Sprache deut­lich. Sie notiert Gedanken, schreibt Briefe und Gedichte, sam­melt (alltä­gliche) Materialien für mögliche Kunstobjekte. Ihr Schaffen ist eng mit ihrer Autobiographie verknüpft, Leben und Kunstschaffen sind kaum vonei­nan­der zu tren­nen. Im Grunde «fik­tio­na­li­siert» sie ihr gesamtes Leben mit­tels Figuren, Zeichnungen, Skizzen, Briefen, Gedankennotizen und Zetteln mit Wortspielen und Aphorismen.

Die Ausstellung rückt das Werk von Annemarie von Matt in ein neues Licht und setzt es in Bezug zu Fragestellungen und Praktiken zeit­genös­si­scher Kunst- und Literaturschaffender. Mathis Altmann, Sophie Jung, Judith Keller, Simone Lappert, Quinn Latimer, Céline Manz, Sam Porritt und Manon Wertenbroek tre­ten mit ihren eige­nen Arbeiten in Dialog mit dem viel­sei­ti­gen Schaffen Annemarie von Matts.

Annemarie von Matt (*10.4.1905 in Root LU als Marie Gunz, † 27.11.1967 in Stans NW) arbei­tet zuerst einige Jahre als Haushaltshilfe. In Luzern lernt sie die Gold- und Silberschmiedin Martha Flüeler-Haefeli ken­nen, in deren Atelier sie sich erst­mals ges­tal terisch betä­tigt. Bald ist sie Teil des Luzerner Künstlerkreises der 1920er Jahre, Mitglied des Schwei zeri­schen Werkbundes sowie der Gesellschaft Schweizer Malerinnen, Bildhauerinnen und Kunstgewerblerinnen. Von 1930 bis 1947 nimmt sie regelmäs­sig an Ausstellungen teil, erhält Auf träge und betei­ligt sich an Wettbewerben. 1935 hei­ra­tet sie den Nidwaldner Maler und Bildhauer
Hans von Matt und zieht nach Stans. In die­ser Zeit bege­gnet sie auch dem Luzerner Priester und Schriftsteller Josef Vital Kopp. Ehe und Zeitstimmung engen sie ein. Sie zieht sich zuneh­mend aus der Gesellschaft zurück.

Die Ausstellung ents­teht in Kooperation mit der Kantonsbibliothek Nidwalden und wird im Herbst 2020 im Centre cultu­rel suisse in Paris gezeigt, co-kura­tiert von Patrizia Keller, Nidwaldner Museum und Claire Hoffmann, Centre cultu­rel suisse, Paris.

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